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Natursport News

Hier erfahren Sie aktuelle Neuigkeiten rund um einen umwelt- und naturverträglichen sowie nachhaltigen Natursport. Welche Bemühungen werden vorgenommen, um einen zeitgemäßen Naturschutz im und durch Sport zu vermitteln und zu gewährleisten? Welche aktuellen Förderungs- und Forschungsprojekte gibt es? Welche Interessen werden auf Bundes- und EU-Ebene vertreten? Welche neuen Publikationen, Schriftenreihen und Handbücher gibt es rund um die Vereinbarkeit von Natur und Sport?

Sports4Trees

Sports4Future und Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima starten Kooperation

Um uns der wohl größten Herausforderung unserer Zeit, dem Klimawandel, zu stellen, sollten wir alle über uns hinauswachsen. Dies möchte die Initiative Sports4Trees erreichen.

Die Aufforstungskampagne wurde vom Verein Sports for Future e. V. ins Leben gerufen, und im November 2020 um einen weiteren starken Kommunikationspartner, die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima, erweitert, um Sportler*innen zu ermutigen proaktiv zum Klimaschutz beizutragen. Somit wird die 2018 begonnene Arbeit der Allianz fortgeführt, die Entwicklung sowie den internationalen Klimaschutz durch freiwillige CO²-Kompensation im Bereich des nicht-staatlichen Engagements zu fördern. Hierunter fallen in erster Linie Sportvereine und -verbände, Einzelsportler*innen und wissenschaftliche Einrichtungen, aber auch über den Sport hinaus soll ein Netzwerk aus Unterstützer*innen entstehen. Der Sport selbst solle hierbei die Brücke schlagen und aus vielzähligen, kleinen Klimaschutzbestrebungen eine größere und damit wirksamere Bewegung kreieren - ganz nach dem Motto: Einer für alle, alle fürs Klima.

Bereits zum Auftakt (Stand November 2020) werden ~50.000 Bäume in Afrika und 100.000 Mangroven auf den Philippinen gepflanzt, eine Waldfläche der Größe von 3650 Fußballfeldern geschützt und ~15.000 Schüler*innen involviert. Damit trägt das Projekt neben der Naturschutz- auch der Bildungsarbeit bei, und setzt somit wichtige Akzente für eine nachhaltigere Zukunft.

Zu den Unterstützer*innen zählen unter anderen auch die Deutsche Sportjugend des DOSB sowie der allgemeine deutsche Hochschulsportverband.

Wie man selbst zum Projekt beitragen kann, erfahren Sie auf der sports4trees-Homepage.

 


 

Wiedereinstieg in das vereinsbasierte Sporttreiben

Freiluftaktivitäten vorne

Nachdem aufgrund des Corona-Virus‘ Mitte März jegliche Formen des Vereinssports (mit Ausnahme des E-Sport) schlagartig ausgesetzt wurden, wurde am 6. Mai der erste Öffnungsschritt in eine neue Vereinsnormalität durch die Zulassung von Freiluftaktivitäten begangen. Seit dem werden peu à peu weitere vorsichtige Lockerungen durchgesetzt, jedoch ist die Unsicherheit unter den Sporttreibenden und Vereinsmitgliedern groß und die Sorge über erneute Einschränkungen im Falle von virusbedingten Rückfällen präsent. Aus diesem Grund haben der DOSB und die Spitzensportverbände Deutschlands die 10 DOSB-Leitplanken sowie sportartenspezifische Übergangsregeln formuliert, die den Sportler*innen als Orientierungsrahmen dienen sollen.

Diese ungewöhnliche, derzeitige Lage zeigt einmal mehr die Vorzüge des Trainings an der frischen Luft. Zwar wird von touristischen Sportreisen aktuell noch ausdrücklich abgeraten, viele werden aber bereits selbst die Erfahrung gemacht haben, dass es sich in der Natur – auch vor der eigenen Haustüre – deutlich angenehmer trainiert, und das nicht erst seit den neuen Verhaltensregeln, die ein Hallentraining unter Einhaltung von Lüftungsplan, Desinfektionskonzept und starrer Anmeldungsvorschriften anstrengend machen können, noch lange bevor man mit dem Sport begonnen hat.

 


 

Relaunch der Website

Es ist soweit – NaturSportInfo präsentiert sich von einer neuen Seite. Mit einem modernen Design, neuen Themen und einer klaren Struktur hat das Upgrade der Website große inhaltliche und optische Veränderungen bewirkt.

Unter dem Slogan „Beobachten. Verstehen. Handeln“ bietet die neue Website durch eine schnelle Zugänglichkeit und eine gut verständliche Navigation eine benutzerfreundliche Handhabung. Die drei großen Themenblöcke Natursportarten, Natursporträume und Tierarten sind, je nach Bedarf, kurz und kompakt zusammengefasst oder mit ausführlichen Informationen beschrieben.

Die Texte über die Natursportarten wurden in einem mehrgliedrigen Prozess unter Mitwirkung von 25 deutschen Sportverbänden als Kompetenzpartnern und Fachexperten überarbeitet, zum Teil neu verfasst und abschließend lektoriert. In einer Literaturdatenbank sind knapp 800 Quellen aufgelistet und ein Lexikon bietet Erklärungen für rund 1000 Fachbegriffe und Abkürzungen.

 


 

Sport und urbane Biodiversität

Wie sich Natur und Sport in Städten gegenseitig stärken können

Dass naturnahe Flächen und die in diesen Lebensräumen befindlichen Arten durch sportliche Aktivitäten nicht übermäßig gestört oder gar geschädigt werden sollen wird zunehmend zum Bestreben der Stadtplaner*innen und Betreiber*innen von Sportstätten. Dass auch der Sport selbst die  Biodiversität unterstützen und dadurch wiederum die Widerstandsfähigkeit der Städte gestärkt werden kann, ist ein neuer Ansatz, den die Weltnaturschutz-Union (ICUN) in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) herausgearbeitet hat. Der daraus entstandene Leitfaden zielt auf ein besseres Verständnis der Zusammenhänge sowie der Abhängigkeiten des Outdoor Sports von Natur ab, und gibt Empfehlungen zum planerischen Handlungsrahmen von Sportinfrastruktur in naturnahen Räumen. Um die Biodiversität an Sportstätten zu stärken werden folgende Kriterien und Handlungsempfehlungen betrachtet:

  • Grüne Infrastruktur als Verbindung innerstädtischer Grün- und Sportflächen
  • Qualität der die Sportstätten umgebenden Landschaftsstruktur
  • Vielfalt verfügbarer Lebensräume innerhalb der betrachteten Fläche
  • Auswahl und Pflege einheimischer Vegetation sowie Vermeidung invasiver Arten
  • Bereitstellung besonderer Ressourcen (Nistboxen, Wildblumenwiesen etc.)
  • Naturfreundliches Raummanagement (Vermeidung übermäßiger Beleuchtung, Mäh- und Laubarbeiten, etc.)
  • Größe der Sportstätten

Ausführlichere Informationen und den Leitfaden selbst finden sich unter diesem Link zur Homepage des DOSB.

 


 

"SPORT SCHÜTZT UMWELT"

Informationsdienst zu aktuellen Themen aus den Bereichen Sport, Umwelt-, Klima- und Naturschutz sowie Nachhaltigkeit

Die Sportverbände und –vereine informieren über ihre Aktivität im Bereich Sport und Umwelt und namhafte Autoren aus Sport, Umwelt, Naturschutz, Politik und Wissenschaft berichten über wichtige Entwicklungen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Viermal im Jahr informiert der DOSB mit diesem Dienst Interessierte und bietet eine breite Plattform für den Informationsaustausch auch über den Sport hinaus.  

Hier können Sie den Informationsdienst SPORT SCHÜTZT UMWELT als Newsletter bestellen.

 


 

Die eierlegende Wollmilchsau der Sportoutfits

Wie man seinen ökologischen Fußabdruck trotz Funktionskleidung möglichst gering halten kann

Sportbekleidung muss heutzutage ein Allroundpaket bieten: Atmungsaktiv, schnelltrocknend, geruchshemmend, wasserabweisend und bequem, außerdem modisch, gesundheitlich unbedenklich und nachhaltig. Während die Funktionalität der Kleidung direkt beim Tragen erfahren werden kann, ist eine Bewertung der Nachhaltigkeit des Produkts durch die Sportler*innen selbst fast nicht möglich. Aber gerade Synthetikfasern basieren größtenteils auf Erdöl und setzen beim Waschen feine Fasern frei, die wenig später in den Ozeanen landen.

Es empfiehlt sich daher auf recycelte, schadstoffärmere Kunstfaser oder direkt auf Naturfaser, wie bspw. Merinowolle, zu setzen. Kleidung, die in Europa hergestellt wurde, ist i. d. R. sozial nachhaltiger und unter stärkerer Abwasserkontrolle produziert worden, als dies in Entwicklungsländern der Fall ist. Der Blick auf Umweltlabels ist besonders empfehlenswert: Standard 100 by Oeko-Tex findet sich nur auf schadstofffreien Textilien und bluesign betrachtet den gesamten Produktionsprozess. Der Öko-Textilsiegel-Ratgeber von Greenpeace verschafft einen Überblick.

 


 

Comic und App "Gemeinsam geht's"

Wissen für Kids zu Natursport & Klimawandel

Klimaveränderungen sind allgegenwertig und im schnellen Wandel der Natur unmittelbar erkennbar. Landschaften verändern sich in ihrem Erscheinungsbild wegen veränderter Klimabedingungen. Viele Tiere und Pflanzen sind aufgrund ihres Lebensraumverlusts und fehlender Ausweichmöglichkeiten vom Aussterben bedroht. Ob beim Klettern, Kanufahren, Wandern, Mountainbiken, Tauchen oder Schwimmen - die Auswirkungen des Klimawandels kannst du beim Ausüben von Natursport überall wahrnehmen.

Die Comic-App „Gemeinsam geht’s“ erzählt von fünf Jugendlichen, die während eines Feriencamps erfahren, wie sich der Klimawandel auf ihre Umgebung auswirkt: Naturphänomene wie Starkregen, Überflutungen und Sturm nehmen zu. Die Fünf Freunde kommen in eine bedrohliche Situation, doch am Ende geht das Abenteuer gut aus. Die Geschichte soll vor allem bei jungen Menschen Neugier und Interesse an der Natur und dem Klimawandel wecken und gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

Herausgeber und Entwickler der neuen Comic-App ist der Deutsche Naturschutzring, ein Zusammenschluss von deutschen Natur-, Tier und Umweltschutzorganisationen mit den Natursportverbänden wie dem Deutschen Alpenverein (DAV), dem Deutschen Kanuverband (DKV) und dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDTS). Die App gibt es für das Smartphone im App-Store von Apple oder für Android-Geräte auf Google-Play. Der passende Comic im Hosentaschenformat kann bei den Sportverbänden bestellt oder heruntergeladen werden.