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Wanderrudern

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Goldene Regeln beschreiben die Verhaltensregeln, die es beim Rudern zu beachten gilt..
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muss man gerudert sein, damit einem der Äquatorpreis verliehen wird.
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wurde das Wanderrudern erst offiziell in den Deutschen Ruderverband aufgenommen.
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sollte die Breite des zu befahrenden Gewässers mindestens aufweisen.
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sollte die Tiefe des zu befahrenden Gewässers aus Naturschutzgründen mindestens haben.
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ist das durchschnittliche Tagesbudget der Wanderrudernden.

Wanderrudern ist Teil des freizeit- und breitensportlichen Ruderns. Es unterscheidet sich in einigen Punkten vom Wettkampf- und Regattarudern. Wanderfahrten sind definiert als:

  • Eintägige Fahrten mit einer Mindest-Kilometerzahl von 30 Ruderkilometern;
  • Mehrtägige Fahrten mit wenigstens insgesamt 40 Ruderkilometern.

Wanderfahrten sind mit einem Verlassen des „Hausgewässers“ des Rudervereins und mit Vorbereitungen verbunden, die über den normalen Betrieb am Bootshaus hinausgehen. Im Gegensatz zum Wettkampfrudern ist beim Wanderrudern der Weg das Ziel. Fernweh, Reiselust und Neugier sollen befriedigt werden und stehen in enger Verbindung zur Landschaft, die erkundet werden soll. Gerudert wird mit Gigs, Seegigs, Barken oder Kirchbooten, die es in unterschiedlichen Größen gibt und die für unterschiedliche Gewässer geeignet sind (1).

(1) Schwandt, D. (2000). Wanderrudern. Fahrtleiter und Wanderruderwart. Hannover: Deutscher Ruderverband e.V.

Damit Rudern natur- und landschaftsverträglich ausgeübt wird, gilt es Folgendes zu beachten:

  1. Rechtzeitig über die gesetzlichen Vorschriften sowie über die freiwilligen Vereinbarungen zum Schutz von Flora und Fauna informieren und sie beachten;
  2. Ausschließlich die vorhandene Infrastruktur für die sportliche Ausübung nutzen (z. B. Bootshäuser, Ein-/Ausstiegsstellen, Lagerplätze, Zuwegungen und Parkplätze);
  3. Möglichst umweltfreundlich anreisen;
  4. Auf die Befahrung erkennbar sensibler Gewässer verzichten;
  5. Leise und rücksichtsvoll gegenüber der Natur verhalten;
  6. Genügend Abstand zu Wasserpflanzen, Ufervegetation und Tieren in und am Wasser lassen;
  7. Auf Umweltverschmutzungen achten und diese den zuständigen Behörden melden;
  8. Bei Übernachtungen die lokale Wirtschaft unterstützen (Verpflegung vor Ort kaufen, Übernachtungen in Gasthäusern und auf Zeltplätzen);
  9. In Bootshäusern nachhaltige Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung anstreben;
  10. Müll fachgerecht entsorgen (2).

(2) Kuratorium Sport & Natur e.V. (2005). Rudern naturverträglich. Grundlinien eines Natur- und landschaftsverträglichen Rudersports. Zugriff am 31.08.2020 unter: https://www.rudern.de/sites/default/files/rudern-naturvertraeglich-flyer-2005_01.pdf

Im Deutschen Ruderverband e.V. (DRV) betätigen sich mittlerweile mehr Mitglieder im freizeit- und breitensportlichen Rudern als im Rennrudern. Etwa 40 % der aktiven Ruderer*innen unternehmen Wanderfahrten (3). Die Rudervereine schreiben Wanderfahrten üblicherweise für ihre Vereinsmitglieder als Vereinswanderfahrten aus. Der Deutsche Ruderverband e.V. organisiert zudem mit einzelnen Landesverbänden Verbandsfahrten, die vereinsübergreifend wahrgenommen werden können. Wanderrudern ist vereinsgebunden und wird kaum kommerziell angeboten (4).

(3) Schwandt, D. (2000). Wanderrudern. Fahrtleiter und Wanderruderwart. Hannover: Deutscher Ruderverband e.V.

(4) Mühl, S. (2018). Grundlagenstudie. Wanderrudern Deutschland. Köln: Deutsche Sporthochschule Köln.

Jeder Ruderverband besitzt seine eigenen Regeln für die sichere Ausübung des Ruderns. Neben den nationalen und regionalen Bestimmungen sind einzelne Verordnungen der Gewässer zusätzlich zu beachten. Da viele Unfälle aufgrund von unüberlegten Entscheidungen vor Beginn der Fahrt bzw. vor dem Verlassen des Bootshauses entstehen, empfiehlt der Weltruderverband (FISA), Hinweise zu Wetter- und Wasserbedingungen, Tageszeiten, Ausrüstung und Aufsicht in alle Ruderordnungen zu integrieren. Grundsätzlich gilt jedoch, dass alle Ruderer*innen, die auf das Wasser hinausfahren, verantwortlich für die Beachtung aller örtlichen Ordnungen, Vorschriften und Verkehrssituationen sind. Eine strafrechtliche Verfolgung kann aufgenommen werden, wenn die Bootsführer*innen 0,5 oder mehr Promille Alkohol im Blut aufweisen. Dies gilt als absolut fahruntüchtig und kann den Entzug der Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge mit sich bringen (5).

(5) Deutscher Ruderverband e.V. (2015). Sicher rudern. Sicherheitshandbuch des Deutschen Ruderverbands. Hannover: Deutscher Ruderverband e.V.

Eine notwendige, natürliche Voraussetzung beim Rudern ist die Wasserbreite von etwa 10 m. Aus Naturschutzgründen empfiehlt die DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall) zudem eine Wassertiefe von 0,5 m (6). Das Gewässer sollte weitgehend frei von Hindernissen sein, da die Boote sehr empfindlich und schwerfällig sind. Wird gegen die Strömung gerudert, sollte diese nicht mehr als 2 m/s betragen (7). Um zum Gewässer zu gelangen, benötigt es befestigte Ein- und Ausstiegstellen sowie Parkplätze für Bootsanhänger. Ufer- und Strandbereiche müssen sich daher in Teilen baulichen Maßnahmen unterziehen (8). Durch den künstlichen Eingriff in den Naturraum gilt es, stets die vorgesehene Infrastruktur zu nutzen, um Flora und Fauna nicht zusätzlich zu schädigen. Wanderruderer*innen wünschen sich für den Naturraum, den sie befahren, vor allem naturnahe Fließgewässer mit vielfältiger Ufervegetation sowie den Blick in die Ferne durch offene Wasserflächen und Berg- oder Hügelkulissen. Außerdem werden ruhige Gewässer mit wenig Verkehr sowie glattes Wasser bevorzugt (9).

(6) DWA (2007). Merkblatt DWA-M 603 Freizeit und Erholung an Fließgewässern. Hennef: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall.

(7) DRV (2017). Mitgliederstatistik 2017.

(8) BMVBS (2011). Richtlinie für die Gestaltung von Wassersportanlagen an Binnenwasserstraßen (RiGeW). Anlagen zur Überwindung von Fallstufen, Einsetz- und Anlegestellen. Berlin: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

(9) Mühl, S. (2018). Grundlagenstudie. Wanderrudern Deutschland. Köln: Deutsche Sporthochschule Köln.

Wie bei anderen Wassersportarten entstehen auch beim Rudern direkte Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt. Uferbereiche sind großflächig durch das Ein- und Aussteigen sowie durch Trittbelastungen beansprucht. Um dies zu vermeiden, werden häufig infrastrukturelle Anlagen gebaut, die den Ein- und Ausstieg über einen Steg ermöglichen (10). Jegliche Bebauungen in Form von Bootshäusern, Häfen, Stegen etc. sind jedoch eine zusätzliche Belastung und verkleinern den Naturraum. Direkte Beschädigungen von Pflanzen können durch den Einsatz von Riemen und Skulls hervorgerufen werden. Dies kann mit der empfohlenen Mindestbreite von 10 m umgangen werden (11). Aufgrund der geradlinigen Fahrt mit rhythmischen Ruderschlägen kann ein Gewöhnungseffekt auftreten, der zu geringeren Fluchtdistanzen bei Wasservögeln führt. Im Winter wird aufgrund der Gefahr zu kentern häufig in Ufernähe gerudert. Dieser Bereich dient den Wasservögeln jedoch vorrangig als Rückzugsraum und Nahrungsgrund. Rudern in Ufernähe kann somit einen erhöhten Störfaktor darstellen (12).

(10) BMVBS (2011). Richtlinie für die Gestaltung von Wassersportanlagen an Binnenwasserstraßen (RiGeW). Anlagen zur Überwindung von Fallstufen, Einsetz- und Anlegestellen. Berlin: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

(11) Mühl, S. (2018). Grundlagenstudie. Wanderrudern Deutschland. Köln: Deutsche Sporthochschule Köln.

(12) Lossow, G. (2001). Das Ruhezonenkonzept für das Ramsar-Gebiet. Starnberger See – Erfahrungen und Perspektiven. Laufen/Salzach: Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege. Zugriff am 31.08.2020 unter: https://www.anl.bayern.de/publikationen/spezialbeitraege/doc/lsb2001_01_008_lossow_ruhezonenkonzept_ramsar.pdf

Aus Sicht der Wanderruderer *innen entstehen Konflikte meist mit motorisierten Sport- und Freizeitbooten, sowie mit Angler *innen. Allgemein kommt es jedoch kaum zu Konflikten mit anderen Nutzergruppen (12). Aus Sicht des Naturschutzes stellen die leistungsorientierten Ruderer*innen jedoch eine wesentliche Gruppe dar, die als Störfaktor gilt und Auswirkungen auf die Wasservögel hat. Das regelmäßige Ausüben des Ruderbetriebs kann zu Gewöhnungseffekten führen (13). Zu berücksichtigen ist jedoch, dass sich Wanderfahrten in ihrer Intensität und in ihrer Regelmäßigkeit gegenüber dem täglichen Ruderbetrieb abgrenzen. Etwa 70 % aller Ruderer *innen führen 1 - 10 Tagesfahrten im Jahr durch. Mehrtägige Wanderfahrten werden etwa 3 pro Jahr unternommen (12). Das Konfliktpotenzial mit anderen Nutzergruppen, sowie den betroffenen Lebensräumen, ist durch die seltenere Ausübung geringer als im täglichen Ruderbetrieb. Um Konflikte mit anderen Nutzergruppen einzudämmen, gilt es auch für Wanderruderer *innen , sich an gegebene Gewässerregeln zu halten und stets im Sinne des Naturschutzes zu handeln.

(12) Mühl, S. (2018). Grundlagenstudie. Wanderrudern Deutschland. Köln: Deutsche Sporthochschule Köln.

(13) Lossow, G. (2001). Das Ruhezonenkonzept für das Ramsar-Gebiet. Starnberger See – Erfahrungen und Perspektiven. Laufen/Salzach: Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege. Zugriff am 31.08.2020 unter: https://www.anl.bayern.de/publikationen/spezialbeitraege/doc/lsb2001_01_008_lossow_ruhezonenkonzept_ramsar.pdf

In Deutschland wurden schon vor 1900 Wanderfahrten durchgeführt. Da das Rudern aber traditionell als Wettkampfsportart galt, wurde das Wanderrudern erst 1911 offiziell im Deutschen Ruderverband aufgenommen. Es wurde eine Kommission für Wanderrudern gegründet, die heute vom Ausschuss Wanderrudern des DRV übernommen wird. Seit Ende der 70er-Jahre werden alljährlich Wanderrudertreffen veranstaltet, die abwechselnd an unterschiedlichen Gewässern ausgetragen werden. Dort werden die erfolgreichsten Vereine im Wanderruderwettbewerb ausgezeichnet. Wanderruderer *innen, die mehr als 40.777 Ruderkilometer gefahren haben, werden mit dem Äquatorpreis ausgezeichnet (14). Mittlerweile gibt es im Wanderrudern ausgeschriebene DRV-Wettkämpfe, vorgesehene DRV-Verbandswanderfahrten, DRV- Wanderrudertreffen oder auch Wanderfahrten der Deutschen Ruderjugend (DJR) in Kooperation mit dem WWF, welche als Jugendcamps ausgeschrieben werden (15).

(14) Schwandt, D. (2000). Wanderrudern. Fahrtleiter und Wanderruderwart. Hannover: Deutscher Ruderverband e.V.

(15) Deutscher Ruderverband e.V. (2017). Verbandsrundschreiben Nr. 659. Hannover: Deutscher Ruderverband e.V.

Das Wanderrudern kann zu allen Jahreszeiten erfolgen, solange die Fließgewässer ungefroren sind. Es können Flüsse, Seen oder Meere erkundet werden. So kann das Wanderrudern von sportlich ambitionierten Ruderer*innen als Fitnesstraining oder von Hobbyruderer*innen zum freizeitlichen Vergnügen ausgeführt werden. Die Bootklassen variieren vom Einer bis zum Achter und spezielle Bootstypen können für Gruppenfahrten verwendet werden (16). Die Wahl des Bootes richtet sich immer nach der Gewässerart und bestimmt damit wesentlich den Fahrtcharakter (17).

(16) Deutscher Ruderverband e.V. (2018). Wanderrudern. Hannover: Deutscher Ruderverband e.V.

(17) Mühl, S. (2018). Grundlagenstudie. Wanderrudern Deutschland. Köln: Deutsche Sporthochschule Köln.

Der Hauptbeweggrund für eine Wanderfahrt ist für viele das gesellige Erlebnis mit Freunden und Bekannten. Explorative Motive wie der Wunsch, neue Gewässer und Landschaften zu erkunden, sind Gründe, die Wanderruderer*innen veranlassen, eine Wanderfahrt zu machen. Neben dem Entdecken von neuen Gewässern und Landschaften ist der Wunsch, interessante Orte zu entdecken, stark ausgeprägt. Auch die Gewässer, die befahren werden, nehmen eine zentrale Bedeutung ein. So sind für ca. 70 % nicht nur unbekannte, sondern auch reizvolle Gewässer ein Beweggrund. Besonders auffallend sind jedoch erholungsbezogene Motive. Wanderruderer*innen suchen aktive Erholung und wollen bewusst den Abstand zum Alltag wahrnehmen. Naturbezogene Motive, wie das Erleben von Ruhe in der Natur, sind außerdem für mehr als die Hälfte (54 %) der Wanderruderer*innen von Bedeutung. Dagegen spielt der sportliche Aspekt beim Wanderrudern eine untergeordnete Rolle. Nur ein Drittel (32,2 %) der Wanderruderer*innen macht Wanderfahrten, um sich leicht sportlich zu betätigen, oder wünscht sich, viele Kilometer zu rudern (24,6 %) (18).

(18) Mühl, S. (2018). Grundlagenstudie. Wanderrudern Deutschland. Köln: Deutsche Sporthochschule Köln.

Da das Wanderrudern in der Regel immer vereinsgebunden ist, ist die Vereinsmitgliedschaft in einem Ruderverein eine notwendige Voraussetzung. Teilnehmer*innen einer Wanderfahrt sind also mit den Regeln und Vorschriften der Gewässer vertraut und sollten diese entsprechend der Vereinssatzung umsetzen. Das Vereinsleben, dem sich das Wanderrudern unterordnet, bietet den Vorteil ungeschriebener Paragraphen, die im Sinne der Vereinspolitik für alle gelten. Teilnehmer*innen müssen allgemein konditionell und gesundheitlich fit sein, um den Anforderungen der Wanderfahrt gerecht zu werden. Empfohlen wird außerdem, regelmäßig rudern zu gehen und vor einer mehrtägigen Wanderfahrt mindestens eine Tagesfahrt absolviert zu haben (19).

(19) Deutscher Ruderverband e.V. (2015). Sicher rudern. Sicherheitshandbuch des Deutschen Ruderverbands. Hannover: Deutscher Ruderverband e.V.

Durch den nicht-kommerziellen Charakter des Wanderruderns scheint der wirtschaftliche Faktor zunächst gering. Die durchschnittlichen Tagesausgaben für mehrtägige Wanderfahrten liegen mit ca. 68 € allerdings deutlich über den Ausgaben vieler anderer Wassersportarten. Der wirtschaftliche Primäreffekt liegt nach Aufzeichnungen der elektronischen Fahrtenbücher bei etwa 2,6 Mio. €. Mit den Wanderfahrten, die nicht aufgezeichnet werden, geht man von einem gesamtwirtschaftlichen Effekt von 5,5 Mio. € aus. Ausgaben werden besonders für Gastronomie und Lebensmittel sowie Übernachtungen, Dienstleistungen und Kultur getätigt. Insgesamt ist der wirtschaftliche Primäreffekt im Vergleich zu anderen Segmenten im Wassertourismus deutlich geringer. Ähnliche Freizeitbeschäftigungen, wie z. B. das Kanuwandern, haben mit geschätzten 330 Mio. € einen viel größeren wirtschaftlichen Wert (20).

(20) Mühl, S. (2018). Grundlagenstudie.Wanderrudern Deutschland. Köln: Deutsche Sporthochschule Köln.

Als „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung“ genießt der Starnberger See in Bayern europäischen gesetzlichen Schutz. Um den regelmäßig auftretenden Zugvogelarten Vermehrungs-, Mauser-, Rast- und Überwinterungsplätze bieten zu können, sind entsprechende Maßnahmen vorzunehmen, die dies gewährleisten. Als ornithologisches Schutzgebiet hat der Starnberger See ein Ruhezonenkonzept entwickelt, welches besonders die Freizeitnutzung einschränkt, um die rastenden Wasservögel zu schützen. Konkrete zeitliche und räumliche Einschränkungen sind notwendig, um Störfaktoren für die Tiere zu minimieren. Die Umsetzung des Ruhezonenkonzepts erfolgt mittels klarer Vereinbarungen für die einzelnen Nutzergruppen. So ist zwischen November und März die Nordbucht am Westufer nur mit einem Mindestabstand von 90 - 150 m befahrbar. Es darf nur während des Tages von 9 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang gerudert werden (21). Nach zweijähriger Probephase wurde festgestellt, dass die freiwilligen Vereinbarungen weitestgehend eingehalten wurden, jedoch nicht vollständig. Daher wurden einige Schutzgebiete eingezäunt. Mit der Naturschutzwacht sollen Rechtsverstöße und Zuwiderhandlungen, die den Schutz der Natur, die Pflege der Landschaft und die Erholung in der freien Natur betreffen, gemeldet werden (22).

(21) Landratsamt Starnberg. (2006). Agenda 21- und Umweltbericht 2006 des Landkreis Starnberg. Starnberg: Landratsamt Starnberg. Zugriff am 31.08.2020 unter: https://www.lk-starnberg.de/media/custom/613_4453_1.PDF

(22) Lossow, G. (2001). Das Ruhezonenkonzept für das Ramsar-Gebiet. Starnberger See – Erfahrungen und Perspektiven. Laufen/Salzach: Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege. Zugriff am 31.08.2020 unter: https://www.anl.bayern.de/publikationen/spezialbeitraege/doc/lsb2001_01_008_lossow_ruhezonenkonzept_ramsar.pdf